Mittwoch, 12. Dezember 2012

l'année

Verrückte Zeit. In mitten des Jahres dachte ich, sie wird nie vorbei gehen. Weil ich auf etwas gehofft und gewartet habe, was mich am Ende unglücklich gemacht hat und in weiterer Zukunft auch gemacht hätte. Ich war so überzeugt davon, dass das genau das Richtige, das Ultimative für mein Leben wäre, dass ich die Realität nicht nur annähernd betrachtet habe. Es war immer eine wunderbare Möglichkeit und ich bin sehr froh darüber, dass die Möglichkeit niemals wieder eine Möglichkeit sein wird. Es spielt keine Rolle mehr. Die Zeit und das Warten haben mich davon abgehalten die Augen offen zu halten. Was gut war, weil jetzt, am Ende des Jahres, wo für mich alles schon gelaufen war, das Perfekte, das unausprechlich Gute endlich in mein Leben getreten ist.


Das Jahr war durch und durch schön. Ich habe nicht gelitten, ich hatte Menschen an meiner Seite die mich unterstützt, gehalten, gefördert und geliebt haben und mich weiterhin so lieben wie ich es bin. Ich habe unendliche wahnsinns Momente erlebt, die ich niemals aus meinen Erinnerungen gehen lassen möchte. Getanzt, gelacht, gespielt, gefeiert. Angemalt, abgemalt, Unsinn gemacht, gegessen, gekocht, gefeiert, geliebt, Sommer und Frühling gerochen, verwirrt und sicher gewesen. In diesem Jahr habe ich mich sooft vergessen, wie auch neu kennengelernt.


Meine Freunde sind nach wie vor bei mir gewesen, haben mir das Leben in schönen und traurigen Momenten immer Lebenswert gemacht. Meine Panikattacken, Launen und Ungeduld stets tolleriert und mir in jeglicher Zeit der Dämmerung die Hand gehalten. Aber sie haben auch meinen Wahnsinn, meine Glückseligkeit und meine Wärme stets entgegen genommen und für gut und gewinnbringend gehalten. Sie halten mich und lassen mich ziehen, sie drücken mich fest und lassen mich los, sie schenken Trost und machen Blödsinn mit mir. Meine Freunde sind einfach unendlich wichtig für mich, so wichtig, dass man dies einfach nicht in Worte fassen kann.


Freunde kommen leider nicht nur, sie gehen auch. Man hält an Freundschaften fest, die gar keine sind oder vielleicht nie waren. Es gibt in jedem Jahr diese eine Situation, dass man unglücklicher Weise feststellen muss, dass man doch nicht wichtig für eine Person ist. Meist immer genau diese Person, in die man soviel Kraft und Liebe hineingesteckt hat. Diese lassen einen dann fallen, ohne es selbst gar zu merken. Aber einen Abschluss finden ist wichtig. Menschen hinter sich lassen, nicht daran verzweifeln, sie nicht ewig im Leben behalten. Es gibt einfach unmengen an Dingen die vorbei gehen. Es ist wichtig dies zu akzeptieren und nach vorn zu sehen.


Man sagt: Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht zu Ende.
Diesen Satz unterschreibe ich. Ja, am Ende ist es doch noch gut geworden.
Es gibt Menschen, die passen einfach zu einem. Da ist alles perfekt. Man lacht, man weint, man singt, man tanzt und fragt sich nie ob dies das Richtige ist. Man weiß es einfach.
So ein Mensch ist mir jetzt begegnet, ein Mensch wo ich überzeugt bin, dass unsere Seelen zueinander gehören. Dass all der Leidensweg nötig war, um sich genau in der Blüte seiner Zeit zu treffen. Leben ist Leiden, aber Liebe tötet alles Leid. Wenn man einfach alles um sich herum vergessen kann, nur aufgrund der Anwesenheit einer einzigen Person, wenn man morgens aufwacht und den Sinn des ganzen Lebens auf einmal zu verstehen glaubt. Die Person die dich vom ersten Augenblick an in deinen Bann gezogen und mitgenommen hat. Die dich nicht stehen ließ, sondern Teil werden wollte. Zwei Individuen, die Eins wurden.
Ein langer, steiniger, dunkler und undurchsichtiger Weg war es bis dahin. Und ja, genau in dem Moment, als man alles hinter sich lassen, der Welt allein und mit starken Augen entgegegn treten wollte, da wird alles so magisch wie immer erträumt. Auf einmal werden Hoffnungen und Sehnsüchte Realität und nichts auf der Welt kann diese Augenblicke zerstören.


Ich wünsche einfach Jedem diesen Ausgleich mit sich selbst, die Verbindung zweier Wesen, das Glück und die tiefe Liebe für das Leben und die Welt.

wenn man selbst Trashpartys macht...
... und dafür viel zu gut aussieht

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